↓ Samstag, 10. Oktober 2026 · 20:00 - 23:00 ↓
Einen aufsehenerregenden Fall von mutmaßlicher Spionage verzeichneten Wachsoldaten am 1. Februar 2022 am Pentagon in Washington, dem Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums. Ein Huhn war in die massiv gesicherte Anlage eingedrungen und machte sich in eindeutiger Absicht am Sicherheitsbereich zu schaffen. Zum Glück konnte es nach kurzer Zeit festgesetzt werden. Ob es allerdings an prekäre Staatsgeheimnisse gelangen konnte, ist nicht bekannt. Der Vorfall wurde gemeldet und ging noch am selben Tag durch die internationale Presse.
Doch was, wenn sich hinter dieser Episode weit mehr verbirgt als ein scheinbarer Kriminalfall, viel mehr, ja sogar eine ganz große Erzählung?
»Washington, 2022. Um der Enge des heimischen Hofes zu entfliehen, begibt sich eine Henne auf abenteuerliche Reise. Wagemutig erkundet sie die Welt draußen und lässt sich immer weiter von ihrem Schicksal fortziehen. Unversehens scheint ihr Weg eines Morgens zu Ende zu sein, denn vor ihr erhebt sich ein schier unüberwindliches Gebäude. Sie steht vor einem Rätsel. Was verbirgt sich hinter der Fassade? Und wer sind die Männer, die auf dem Gelände scheinbar ziellos auf und ab schreiten? Sie beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen.« (Das Pentagon-Huhn. kul-ja! publishing, S. 116)
In 57 humorigen Miniaturen erzählt Richard Wiemers die Geschichte eines Huhnes. Ausgangspunkt für die literarischen Variationen war eine einfache Pressenotiz von Anfang Februar 2022, nach der ein verirrtes Huhn am Pentagon, Washington, D. C., umherstrich.
Ob Rückwärts erzählt oder Umständlich, Dada-Gedicht oder Rap, Käpt’n Blaubärs Seemansgarn oder James-Bond-Movie: Die Miniaturen bedienen sich unterschiedlichster Mittel, von sprachlichen Veränderungen bis zu Genre-Vorlagen, persiflieren oder parodieren sie. Auf verspielte, satirische Art zeigt ›Das Pentagon-Huhn‹, wie viel schöpferisches Potenzial doch im scheinbar Banalen, Alltäglichen stecken kann …



